Donnerstag, 27. November 2008

Los Dibujos

Hostal "Muray Wasi" - Cusco

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Mumien, die Zweite


Museumswärter und Schulklassen waren begeistert, nun dürft auch ihr teilhaben. Mehr Leichen.

Sonntag, 23. November 2008

Immerhin kein Malaria

Den ganzen Tag schwitzend im Bett, ich schlafe, dämmere vor mich hin. Bis mein verfiebertes Hirn auf die Idee kam, das ganze photographisch festzuhalten war es schon zu Spät: Die Temperatur um zwei Grad runter, das ganze nurnoch wenig spektakulär. Wenig später stehe ich leicht benommen beim Arzt, bekomme eine fiebersenkende Spritze und einen Termin zur Blutuntersuchung am kommenden Tag.

Heute Abend steht die letzte der drei Injektionen an. Diagnose: Blasenentzündung. Da hab ich mich wohl zu lange zeichnend auf die kalten Steine gesetzt.

Ich arbeite dran

Eine Woche Ferien, Museen und Ruinen ohne Ende, drei Tage Party, drei Tage Geschenke Auspacken - mit und ohne Zollbeamtem - und nun komme ich endlich dazu mich ein wenig mitzuteilen. Zuersteinmal:

Vielen Dank für die viele Geburtstagspost und Email!

Ich werde natürlich alles beantworten, das jedoch kann noch ein wenig dauern.
Auch die Aufbereitung des Cuscoaufenthaltes konnte leider nicht in Echtzeit in Cusco geschehen, dafür war mir meine Zeit zu schade.
Wie schon Konfuzius sagte: "Geduld ist die Mutter der Porzellankiste."
Ich danke euch fürs Lesen.

Los Andes



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"un favorsito - ¿me puede tomar una photo?"




Donnerstag, 13. November 2008

Cusco, Touristen wohin man sieht

"Crack up your Nuts with San Pedro" ruft ein man mir in auffallend sauberen Englisch ins rechte Ohr. Ich sehe mich um. Ein Herr mit Hippiehosen und Vertretergesicht grinst mich an. "Legal hallucinogens. try and fly!"
Kleine Mädchen und dicke Mammis, ausgerüstet mit Püppchen, Handschuhen und Mützten lauern hinter jeder Strassenecke um dem schlendernden Touristen ihre Ware unter die Nase zu halten. Alle zwei Meter tönt es "Massage" oder "Information Touristico".
Der Plaza ist besetzt von Touristen - zur Hälfte Ausländer, zur Hälfte Peruaner.
Immerhin ist der Macchu Picchu ein Teil des Weltkulturerbes und 2007 von einer Privatkampagne in die Liste der "Neuen Sieben Weltwunder" aufgenommen worden, nach Abstimmung im Internet. Das Tourismusministerium schmiss sich ins Zeug und organiesierte durch die Strasse fahrende Internetcafe, in denen die peruaner fleissig für ihren Sonnentempel klickten. Mit Erfolg.
Machu Picchu ist eine der meistbesuchtesten Sites weltweit und erzielt stolze Preise.

Cusco, Nabel der Welt.

Nun gut, den Namen "Nabel der Welt" kann jeder Depp seiner Lieblingsstadt geben - siehe Osterinseln - doch Cusco war Hauptstadt des Inkareiches. Ein Imperium, dass sich über beinahe die gesamte Westküste Südamerikas erstreckte. Vom Süden des heutigen Columbien bis nach Santiago de Chile.

Ich habe ein Hostal auf der "Terasse Cuscos" bezogen. Morgens frühstücke ich mit Blick auf die Ziegeldächer Cuscos, tagsüber ziehe ich aus um das zu besichtigen, was von besagtem Imperium übrig geblieben ist: Kultur und Ruinen.
Stundenlange Busfahrten durch karges Andengelände. Der Weg gesäumt von, zum Teil bunt blühenden, Kakteen, Bromelien und der mächtigen Agavacea Maguey, deren Blätter sich riesenhaft über den Boden legen und deren Stamm sich durch Frost gebeutelt in den bizzaresten Formen in die Höhe reckt. Dahinter bauen sich Gruppen von Eukalyptus auf. Vor etwa 50 Jahren aus Australien importiert hat dieser Baum die einheimischen Bäume von den meisten Plätzen längst verdrängt und eine wichtige Ökologische Rolle eingenommen.
Da die Inkas ihre Tempel mit Vorliebe auf Bergen gebaut haben, habe ich schon die ein oder andere Stufe genommen um sie zu sehen: Inkaruinen, deren bezaubernde Schlichtheit fasziniert, seit die Spanier sich die prächtigen Goldfassaden mit nach Hause nahmen. Die "Inka" was auf Quechua soviel heisst, wie "geistige Führung" sind verschwunden, ihr Erbe aber lebt weiter. Die Peruaner sind gläubige Katholiken. In einem Geschäft lese ich das Schild "somos catholicos. no aceptamos propaganda de protestantos y otros sectos!" - "Wir sind Katholiken. Wir akzeptieren keine Werbung von Protestanten und anderen Sekten!". Doch der gleiche Peruaner, der täglich in die Kirche geht und betet, wir die ersten Tropfen seiner Chicha immer "pacha mama" - Mutter Erde - opfern.

Montag, 10. November 2008

casa de los antepasadores





















"they were eating, they were dreaming, they had children, now there here." flüsstert eine australische Touristin vor sich hin. Ich bin nicht der einzige auf den sie eine eigenartige Faszination ausüben, die Mumien aus dem "Haus der Ahnen". Vor Jahrhunderten einbalsamiert und in bizarre Päckchen gepackt, vor Jahrzehnten mitsamt ihrer Grabbeigaben in das Inkamuseum geschafft, wo sie nun Touristen faszinieren und befremden.


Sonntag, 9. November 2008

a Cusco die zweite

Der Parker hat gute Dienste geleistet, aber er reicht halt nur bis zu den Knien. Am Fusse der Anden haben wir unsere Übernachtung gemacht, aber kalt ist es auch hier schon. Es dauert ein weilchen, bis ich meine Zehen wieder richtig spüre. "Nos preocupamos por tigo, gringito." Ja ja, aber nach vier Monaten Tropen, ist das Klima hier angenehm erfrischend. Ich recke mein Gesicht in den Wind und geniesse die trockene Kälte.




Hinter dem Vorhang der Dunkelheit hat man die Djungelkulisse gegen eine ausgetauscht, die man getrost auch in den Alpen verwenden könnte. Die Vegetation wird karger, die Pflanzen kleinblättriger. Serpentine für Serpentine erklimmen wir die Berge. Die Sierra zeigt uns ihr berühmtes Antlitz.

a Cusco die erste

Endlich bewegen wir uns in Richtung Cusco. Ich spüre es förmlich, wie sich alles bekannte von mir entfernt. Ich breche auf in eine neue Welt.

Ein falscher Taxista hat uns 25 Sol abgelust, mir und vier meiner Mitreisenden. Hat uns schonmal hinter den Polizeiposten geschafft (mit dem Lastwagen fahren ist illegal) und ist dann mit dem Geld, das wir ihm leichtgläubig gegeben haben von dannen. Man beschuligt den eigentlichen Fahrer, schreit sich den Frust von der Seele, geht zur Polizei und muss schlussendlich doch einsehen, das es aussichtslos ist. Also starten wir. 6 Stunden zu spät.
Dann wird das Auto aufgeladen, zur Überraschung aller. Ein Kombi muss auchnoch Platz haben. wir beziehen Position und brausen los. Während nach und nach der Tag geht, das Licht schwindet, schlängelt sich unser Weg elegant durch den Urwald. Ich liege halb unter dem Auto, dass je nach Steigung mal ein Stück nach vorne rollt, und mal mir den Blick auf den Himmel wieder frei gibt. "El cielo es como un gran techo por todo el mundo. ¿verdad?" Er hat recht mein Reisegefährte, ein Philosophie studierender Baggerfahrer. Lächelnd bewundere ich unser Himmelszelt, bevor mich der Schlaf einholt.

Freitag, 7. November 2008

Baltimoria - Ein Tag mit der Angel

Der Regen sei schuld. Wir sitzen am Fluss, die Angel in der Hand, und warten. Ein Fischchen von stolzen vier Zentimeter Länge ziehe ich an Land. Ich bin der einzige. Wir warten, doch der versprochene Piraña lässt sich nicht blicken. Max wechselt das Ufer, wo der verdammte Fisch denn seie. Der Regen ist schuld, sonst fange man viel mehr, versuch Julio uns zu beruhigen. Ich geniesse das plätschern des Wassers, die leichte Brise, das alles bedeckende Grün, das Zwitschern der Vögel und das summen der Grillen. Hier, hinter einer Enge, geformt durch schwarzen glatten Fels, beruhigt sich der Fluss, verbreitert sich und schickt sein Wasser ruhig weiter, weiter in Richtung Amazonas.
Solche Fische gibt es hier. Don Vidar zeigt uns ein Gebiss. Die Angel über die Schulter geworfen, ziehen wir wieder ab.