Montag, 30. Juni 2008


Ein letzter Tag im Hotel und genug Zeit, meiner Kreativitaet freien Lauf zu lassen. Also habe ich dem Hotel ein kleines Geschenk da gelassen (Nein diesmal kein Secret Wall Tattoo http://www.secretwalltattoos.com/). Und, liebe Sammler, beruhigt euch, es ist nur eine Kopie.

Sonntag, 29. Juni 2008

La Selva


was fuer ein Flug! habt ihr den Wald gesehen? Ich bin erschlagen von der Groesse. Klar, man kann ihn sich auf der Landkarte ansehen und ja, er ist verdammt gross und ich habs auch gewusst. Aber gesehen hatte ich es nicht. Einfach phantastisch.

Naja, und weil ich die Wegbeschreibung zum ECOCENTRO verschlampt habe muss ich noch eine Nacht im Hotel verbringen und ihr kommt in den Genuss dieser wunderbaren Bilder. Ausserdem konnte ich das Deutschlandspiel sehen. Auch wenn sich mir da so einige Fragen aufwerfen, wie etwa: Warum hat Deutschland keine Tore geschossen? Warum hat Schweini cremefarbene Schuhe? Und wer ist der Kerl mit dem Reinhold-Messner-look-alike-Bart in unserer Abwehr? Morgen gehts dann so richtig in den Djungel.

Samstag, 28. Juni 2008






















Die Ordnung lässt noch ein wenig zu wúnschen übrig, aber hier habt ihr ein paar meiner Bilder.

In Reihenfolge: Der Leuchtturm von Miraflores, Miraflores vom Strand aus gesehen, Der Fels und die Brandung der schönen Pazifikküste, Blick vom Strand aus gen Sud und Surfer





The Lima Days

27.06.08 Miraflores, Lima de Peru
Ich habe den Tag bei meiner neuen Liebe verbracht und ihr beim Atmen zugehoert. Die Wellen brechen sich an der Kueste und man hoert und spuert sogar, wie jede einzelne die faust- bis kopfgrossen Kiesel, aus denen der Strand besteht, hin- und herrollt. Obwohl ich den ganzen Tag am Strand gesessen und gezeichnet habe, habe ich doch schon eine Menge Leute kennengelernt. Als erstes Jaime, einen brasilianischen Fotojournalisten, der mit meiner Motivwahl einverstanden war und sie promt adaptiert hat, dann Willibald alias "Willi", eine Strandpatroullie der Polizei, die sich fuer meine Bilder interessierte und schliesslich Paola, eine junge Koechin, die mich einlud in ihrem besonders guten Restaurant essen zu kommen. Auf der Suche nach einem Local esse ich eine koestliche Empanada, kopiere meine Zeichnungen fuer die Post und finde: El Angelito Verde, ein vegetarisches Restaurant. Das Essen schmeckt vorzueglich. Und dazu gibt es: INCA KOLA (Light). Inca Kola ist ein peruanischer Softdrink. Knatschsuess, neongelb und schmeckt nach Kaugummi (und die 500ml, die ich waehrend der Zeichnerei trank deckten etwa 10,3% meines Tagesbedarfes an Kalorien. Was auch der Grund ist, warum ich letztendlich auf Light umgestiegen bin.). Klingt schraeg, ist aber zu meinem neuen Lieblingsgetraenk avanciert.
Das peruanische Fernsehen (das mich in den Schlaf singt) hat eine Menge zu bieten. Mangels synchronisierter Filme ist man gezwungen die guten Streifen in der Originalsprache zu konsumieren (mit Untertitel). Also schaue ich amerikanisches Fernsehen und lerne die Phrasen aus dem Untertitel.

28.06.08 Miraflores, Lima de Peru
Seit meiner Ankunft bewundere ich (meist aus angemessener Distanz) die (Wellen-) Surfer, die sich am Strande Limas in die Brandung schmeissen. Nach einer kleinen Zeichentour habe ich es mich getraut. Ich mache die Bekanntschaft mit Pepe, dem Besitzer einer, komplett in einem Buesschen verstauten, Surfschule(http://wsurfing.tripod.com). Ich verpacke mich in einem Neoprenanzug, hoere, was mein Lehrer bekanntgibt, waerme mich auf, dehne mich und ... schmeisse mich in den Pazifik. Nach einer Stunde habe ich zwar das Prinzip verstanden, bin aber total im Eimer. Auch nach dem Verzehr peruanischer Schokolade und dem Genuss von Inka Kola (die 10,3% ... ihr wisst schon) halte ich nicht mehr lange durch. Ich schuettele Pepe die Hand und verabschiede mich auf naechstes Jahr.
Ich besuche einen Plattenladen, einen richtigen Plattenladen, mit Kassetten, natuerlich CDs und Platten. Die alternative Szene ist versammelt und stoebert, durch Raeucherstaebchen stimuliert durch das reichhaltige Angebot. Ich darf alles probehoeren (Soda Stereo, Los Fabulosos Cadillacos, Extremoduro...) und nehme dann auch eine mit nach Hause.
Auf dem Weg zum Bankautomaten lerne ich Percy Arrunategui kennen. Percy ist Fremdenfuehrer und so scheissfreundlich, dass ich anfangs dachte er wolle mein Portmonait stehlen oder mir Drogen verkaufen. Er begleitet mich ein Stueckchen, redet ueber den Djungel, den er liebt, wie ich die See, und gibt mir zum Abschied noch eine Lebensweisheit mit auf den Weg: "Remember: God always protects the strong!". Spaeter erhalte ich sogar, wie versprochen, eine Email von ihm:
Mother jungle, sholl me your secrets and give me knolage....sing for me,i want to know you,
fell you,
protect you ,
and learn about you...I want see,in to your eyes.

Der erste Tag

26.06.08 11:30 Madrid, España
Eine Ewigkeit sitze ich am Gate und almaehlich verdichten sich die puruanisch anmutenden Gesichter um mich herum. Ich nehme Platz im Flugzeug und wir steigen auf. Nachdem wir das letzte Stueck europaeisches Festland ueberflogen haben, folgen viele Stunden Flug ueber die unendlichen Blauen weiten des Atlantik, die ich mir vor allem mit viel Schlaf, Sophies Buch (George Simeon) und dem Astor-Piazolla-Channel des Flugzeugs verkuerze. Dann endlich: Land in Sicht. Nun zieht stundenlang erst unendliches Gruen, das ich fast ebenfalls fuer Ozean gehalten haette, dann eine unendliche Wolkendecke unter uns her. Voller Konzentration fuer das Ausfuellen der Einreiseunterlagen merke ich erst spaet, dass wir jetzt ueber Berge fliegen. Es dauert nicht mehr lange und wir sind da.

26.06.08 18:10 Lima de Peru (Wartezeit + Flug - Zeitverschiebung)
Ich merke, dass mein Spanisch noch ein wenig hakt, man verzeiht es mir aber und springt im Notfall auf Englisch um. Ein Taxi faehrt mich durch die Strassen Limas nach Miraflores in ein preiswertes Hotel. Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich den Pazifik, der aus dem dunklen weisse Brandung an die durch Lichter gezeichnete Kueste schiebt. "¡ Loco, Loco!" schimpft der Taxifahrer ueber einen Rechtueberholer. Die Tachonadel, unbeeindruckt vom Verkehr bleibt die ganze Zeit gemuetlich auf Null stehen. Mit geuebten Feingefuehl bremst er gefuehlte 0cm hinter dem an einer Kreuzung stehenden Auto. Wir fahren auf die Klippen, wo hoch oben Miraflores mit seinen zahlreichen Hochhausern, wie eine Festung thront. Ich checke ein und bezahle zum ersten Mal mit Kreditkarte. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Strassen Miraflores und einem Blick auf meinen neu gewonnenen Freund. den Pazifik, lege ich mich ins Bett und lasse mich von schlechten peruanischen Telenovelas berieseln. Gute Nacht.