Montag, 8. September 2008

baltimore

Mother jungle, sholl me your secrets and give me knolage....
sing for me,i want to know you,
fell you,
protect you ,
and learn about you...I want see,in to your eyes.



Längst ist alle Müdigkeit ausgeschlafen, alle Ungeduld verflogen. Ruhig knattert der schwere Motor und schiebt den langen Kahn behäbig flussabwärts. Ich sitze auf der Bank, eingehüllt in die Behaglichkeit meines Parkers. Sitze und sehe aufs Ufer, wo der mächtige Urwald sich auftürmt, zu dieser späten Stunde kaum mehr als eine dichte dunkle Masse, die sich mitsamt ihres Spiegelbilds gegen die mondbeleuchtete Wolkendecke abhebt. Ich weiss, dass der Jaguar jetzt seine Runden zieht, ich habe seine Spuren am Strand gesehen, ich weiss, dass der Wald Zuhause der zahlreichen Papageien ist, die ich gesehen habe, ich weiss, dass dort die seit 500 Jahren die mächtigen Lupunabäume stehen, behängt mit schweren Lianen, Durchmesser wie Speiseteller, ich weiss, dass der Wald von Leben wimmelt, dass kein Quadratzentimeter unbewohnt bleibt in Mutter Djungel. Doch jetzt zieht er schwarz an mir vorbei. Die Kulisse einer Bootsfahrt. Hinter einer Flussbiegung sind Lichter zu erkennen, gelbe, weisse, der Fernsehturm. Puerto Maldonado, wir sind daheim. Zurück aus den Eingeweiden der Selva.