Generell ist die AAE in zwei ungleiche Teile zu teilen. Der weitaus grössere Teil der Arbeit und Ressourcen fliesst in die Arbeit mit den Bauern in den Nucleos (Im richtigen Hinterweltlerland, im Gegensatz zu der eigentlich relativ grossen Stadt, in deren Nähe ich wohne).
Diesen Teil der Arbeit übernehmen die Technicos, meist Bauern oder Studenten mit dem nötigen Wissen. Technico ist kein Full-Time-Job, sondern nimmt etwa sechs Tage im Monat ein.
Der kleiner Teil sind wir: das Ecocentro. Das Ecocentro liegt etwa 3km ausserhalb der Stadt und beherbergt ausser üppiger Flora und Fauna (zu der ich später noch schreiben werde) folgende Personen:
Luis, Präsident der AAE, mein Vorgesetzter und Sohn von Castañeros (weshalb er unheimlich verschwenderisch mit dem guten Castañaöl umgeht)
Max, der andere Zivi, jogliert viel und sächselt, ist aber trotzdem nett. (photo)
Sabine, studiert Agrarbiologie, kann nicht kochen und muss sich nurnoch zwei Monate mit mir rumschlagen. (photo)
Victor, der alte Zivi, der noch einen Monat absitzen muss.
mometan Miguel, der bei uns abhängt und uns auf dem Feld hilft, solange er nicht studieren kann. An der Uni ereignete sich nämlich folgende Geschichte. Gelder wurden veruntreut, Bäume von Professoren gefällt und verkauft, die auch dann unter Gefängnisstrafe geschützt sind, wenn sie nicht der Uni gehören und dann, dann passierte ersteinmal nichts. Das hat die Studenten dann so empört, dass sie die Uni dichtmachten und einige sogar nach einem Hungerstreik ins Krankenhaus geschleppt wurden. (photo)
und natürlich meine Wenigkeit.
Auf den zum Ecocentro gehörenden 7ha Land wird das exemplarisch praktiziert, was die AAE zu vermitteln versucht: Ökologische Landwirtschaft. Erhaltung der Primärwälder, sowie deren Anreicherung mit Frucht- oder Holzbäumen und ein vernünftiger Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Selbst arme Bauern besitzen hier etwa 30ha Land, von dem nur etwa zwei gleichzeitig genutzt werden. Sobald diese beiden nichts mehr hergeben (der Boden also ausgelaugt ist), werden zwei andere niedergebrannt, die alten Felder dem Wildwuchs überlassen. Diese Methode schadet nicht nur dem Boden über kurz oder lang, sondern vernichtet auch unnötig viel Wald.
Der Ökologische Landbau baut auf gemischten Anbau von unterschiedlichen Pflanzen (mit unterschiedlichen Nährstoffkonsum), Legominosen, wie Mukuna oder Cuzú, und Forstwirtschaft.
(Legominosen sind Pflanzen, die den Boden mit Nitrat anreichern und ausserdem dem Unkraut kein Durchkommen ermöglichen. Die in Deutschland meistgenutzte Legominose ist Klee)
Zur Arbeit auf dem Feld ein ander mal.
(photos von den anderen pholgen)
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