Samstag, 28. Juni 2008

The Lima Days

27.06.08 Miraflores, Lima de Peru
Ich habe den Tag bei meiner neuen Liebe verbracht und ihr beim Atmen zugehoert. Die Wellen brechen sich an der Kueste und man hoert und spuert sogar, wie jede einzelne die faust- bis kopfgrossen Kiesel, aus denen der Strand besteht, hin- und herrollt. Obwohl ich den ganzen Tag am Strand gesessen und gezeichnet habe, habe ich doch schon eine Menge Leute kennengelernt. Als erstes Jaime, einen brasilianischen Fotojournalisten, der mit meiner Motivwahl einverstanden war und sie promt adaptiert hat, dann Willibald alias "Willi", eine Strandpatroullie der Polizei, die sich fuer meine Bilder interessierte und schliesslich Paola, eine junge Koechin, die mich einlud in ihrem besonders guten Restaurant essen zu kommen. Auf der Suche nach einem Local esse ich eine koestliche Empanada, kopiere meine Zeichnungen fuer die Post und finde: El Angelito Verde, ein vegetarisches Restaurant. Das Essen schmeckt vorzueglich. Und dazu gibt es: INCA KOLA (Light). Inca Kola ist ein peruanischer Softdrink. Knatschsuess, neongelb und schmeckt nach Kaugummi (und die 500ml, die ich waehrend der Zeichnerei trank deckten etwa 10,3% meines Tagesbedarfes an Kalorien. Was auch der Grund ist, warum ich letztendlich auf Light umgestiegen bin.). Klingt schraeg, ist aber zu meinem neuen Lieblingsgetraenk avanciert.
Das peruanische Fernsehen (das mich in den Schlaf singt) hat eine Menge zu bieten. Mangels synchronisierter Filme ist man gezwungen die guten Streifen in der Originalsprache zu konsumieren (mit Untertitel). Also schaue ich amerikanisches Fernsehen und lerne die Phrasen aus dem Untertitel.

28.06.08 Miraflores, Lima de Peru
Seit meiner Ankunft bewundere ich (meist aus angemessener Distanz) die (Wellen-) Surfer, die sich am Strande Limas in die Brandung schmeissen. Nach einer kleinen Zeichentour habe ich es mich getraut. Ich mache die Bekanntschaft mit Pepe, dem Besitzer einer, komplett in einem Buesschen verstauten, Surfschule(http://wsurfing.tripod.com). Ich verpacke mich in einem Neoprenanzug, hoere, was mein Lehrer bekanntgibt, waerme mich auf, dehne mich und ... schmeisse mich in den Pazifik. Nach einer Stunde habe ich zwar das Prinzip verstanden, bin aber total im Eimer. Auch nach dem Verzehr peruanischer Schokolade und dem Genuss von Inka Kola (die 10,3% ... ihr wisst schon) halte ich nicht mehr lange durch. Ich schuettele Pepe die Hand und verabschiede mich auf naechstes Jahr.
Ich besuche einen Plattenladen, einen richtigen Plattenladen, mit Kassetten, natuerlich CDs und Platten. Die alternative Szene ist versammelt und stoebert, durch Raeucherstaebchen stimuliert durch das reichhaltige Angebot. Ich darf alles probehoeren (Soda Stereo, Los Fabulosos Cadillacos, Extremoduro...) und nehme dann auch eine mit nach Hause.
Auf dem Weg zum Bankautomaten lerne ich Percy Arrunategui kennen. Percy ist Fremdenfuehrer und so scheissfreundlich, dass ich anfangs dachte er wolle mein Portmonait stehlen oder mir Drogen verkaufen. Er begleitet mich ein Stueckchen, redet ueber den Djungel, den er liebt, wie ich die See, und gibt mir zum Abschied noch eine Lebensweisheit mit auf den Weg: "Remember: God always protects the strong!". Spaeter erhalte ich sogar, wie versprochen, eine Email von ihm:
Mother jungle, sholl me your secrets and give me knolage....sing for me,i want to know you,
fell you,
protect you ,
and learn about you...I want see,in to your eyes.

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